Qigong & Kampfkunst
| Innere Kampfkünste, z. B. Taijiquan, scheinen aufgrund ihrer Kampfanwendungen und anstrengenden Formen auf den ersten Blick klare Gegenpole zum ruhigen und entspannenden Qigong darzustellen. |
| Obwohl Kampfkünste wie das Taijiquan im Gegensatz zum Qigong einen kämpferischen Aspekt integrieren, wie es in der letzten Silbe Quan (Faust) zum Ausdruck kommt, lassen sich auch diese Begriffe (ähnlich der Unterscheidung von Meditation und Qigong) nicht klar voneinander trennen. Schon Zhang San Feng integrierte in diese Kampfkunst ebenso einen gesundheitserhaltenden wie gesundheitsfördernden Aspekt. |
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Erst spezielle Atemübungen während des Praktizierens von Taijiquan, das Erspüren und Leiten lernen des Qi sowie die innere Versunkenheit und meditative Ausführung der Formen und Techniken bei voller Entspannung des Körpers, führen zu einem ganzheitlichen Verständnis und sind daher untrennbarer Teil der inneren daoistischen Kampfkünste. Solange eine Bewegung also nicht durch Qigong mit Leben gefüllt wird, ist sie leer und kann gar als "nutzlos" erachtet werden. Aus diesem Grund ist es nicht möglich, eine innere Kampfkunst wie das Taijiquan ganzheitlich vollkommen getrennt vom Qigong zu erlernen. |
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Da Qigong lediglich die innere Arbeit mit dem Qi beschreibt und somit nicht an fest definierte Bewegungsabläufe gekoppelt sein muss, kann auch das Praktizieren einer Kampfkunstform (z. B. einer Taijiquan Form) als eine Qigong-Übung verstanden werden – natürlich nur sofern sie korrekt durchgeführt wird. |